Wanderschaft

Da wanderte ich durch das dunkle Tann,

glaubte – hoffte – spürte, dass irgendwann,

inmitten einer Blumenwiese ich steh‘,

und den blauen Himmel wieder seh‘.

 

Laufe weiter, weiter auf meinem Weg,

über viele Brücken, so manchem Steg.

So gehe ich aufrecht mit erhobenem Blick,

lenke in Freude und Liebe mein Geschick.

 

Gehe ich weiter und weiter fort,

irgendwo da ist er der Ort.

An dem ich meine Heimat find,

geborgen mich fühle wie ein geliebtes Kind.

 

Springe fröhlich über den Bach,

fall‘ in die Sümpfe und lach!

Beseelt mit Eifer dabei,

mein Herz mit Flügel verwandelt es sei.

 

Renne rastlos über’s Feld,

niemand mehr da,  der mich noch hält,

zu suchen – zu finden mit Wonne,

die für mein Leben bestimmte Sonne.

 

Nun bin ich da und ruhe ich mich aus,

sicher und glücklich im neuen zuhaus.

Lege mich unter dem Himmel ins Gras,

jetzt scheint er heller und nicht mehr so blass.

 

Gesucht und gefunden,

frei und ungebunden.

Glücklich und offen,

wie noch niemals angetroffen.

Und darum geh heiter,

meinen Weg hoffnungsvoll weiter.

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